Quick-Guide: So gelingt die Umstellung auf Windows 11

Quick-Guide: So gelingt die Umstellung auf Windows 11

Quick-Guide: So gelingt die Umstellung auf Windows 11 550 413 Jan Roskosch

Umstellung auf Windows 11: Warum überhaupt?

Herrmann Hesse sagte: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. Die Windows Version, auf die er sich bezog, ist zwar nicht überliefert, gilt aber trotzdem auch für Windows 11. Ursprünglich war Windows 10 von Microsoft als „das letzte“ Windows geplant. Die Aussage verhält sich so, als würde VW sagen, dass ein bestimmter Golf der letzte wäre, weil besser wird’s nicht. Schon damals, in 2015 war die Aussage also mehr Marketing-Gag, denn technisch fundiert. In den Jahren zeigte sich, dass Windows 10 mit der Zeit „Altlasten“ im System anhäufte, die das System unflexibel machten. Immer öfter mussten Entwickler Workarounds erarbeiten, die als Notlösung taugten, aber in keinem Fall sinnvoll für die angekündigte Ewigkeit waren. Kurzum: Durch die Unterstützung von alter Hardware wurde der Softwarekern von Windows 10 aufgebläht. Die Implementierung neuer Features, wurde hierdurch sehr komplex und immer unwirtschaftlicher. Die Vergangenheit behinderte also die Zukunft.

Neue Features machen Lust auf Umstellung

Neben den Veränderungen „unter der Haube“ nutzt Microsoft Windows 11 auch, um sein OS ebenfalls an der Oberfläche in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts zu bringen. Das bedeutet, dass viele Funktionen, die Sie von Ihrem Handy und – man verzeihe den Seitenhieb – von Apple Computern kennen, auch in Windows Einzug halten. Das wären zum Beispiel:

  • Voll integrierter Shop für Apps, in dem erstmals auch MS-fremde Apps wie z.B. Google Chrome erlaubt sind
  • Integration von Android-Apps direkt in der Windows-Oberfläche
  • Neues „Fluent-Design“ und eine hierdurch schnellere Oberfläche im Vergleich zu Windows 10
  • Einen entschlackten stabilen Softwarekern
  • Ein neuer Edge-Browser, der auf Chromium basiert
  • Das Kontextmenü im Rechtsklick wurde angepasst und nutzerfreundlicher gestaltet
  • Neues Startmenü wird mittig dargestellt, ähnlich wie bei MacOS. 

Neben diesen sehr offensichtlichen Veränderungen gibt es selbstverständlich noch viele weitere. Die neuen Funktionen werden in diesem Video sehr schön zusammengefasst und dargestellt:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wann der richtige Zeitpunkt für die Umstellung ist

Wann der Wechsel sinnvoll ist, hängt ganz besonders im professionellen Umfeld von der genutzten Software und Hardware ab. So kann es z.B. bei Individual- oder Branchensoftware zu Kompatibilitätsproblemen kommen, die die gesamte Organisation außer Gefecht setzen. Grundsätzlich sollten Sie den Wechsel aber schnellstmöglich vollziehen, da Windows 10 nur noch bis ins Jahr 2025 mit Updates versorgt wird. Spätestens dann hätten Sie ein ernstes Sicherheitsproblem. Das Update an sich kann aktuell direkt aus Windows 10 heraus erfolgen. Obgleich das Update sofort möglich ist, sollten Sie den Zeitpunkt in jedem Fall mit Ihrem IT-Partner abstimmen, um einen reibungslosen Einführungsprozess sicherzustellen.

Wie Sie die Umstellung auf Windows 11 vorbereiten

Die wichtigste Aufgabe vor der Umstellung auf Windows 11 ist eine organisationsweite Prüfung der Software- und Hardwareinfrastruktur auf mögliche Kompatibilitätsprobleme. Wenn in der Analyse ebensolche zutage kommen, sollten Sie vor der Umstellung die alten Rechner austauschen und bei Softwareanbieter:innen anfragen, wann die Kompatibilität mit Windows 11 hergestellt sein wird. In diesem Fall können Sie das Projekt „Umstellung auf Windows 11“ bereits vorbereiten. Erfahrungsgemäß sollten Sie, wenn alle vorbereitenden Punkte geklärt sind, einen Pilotbetrieb mit einigen wenigen interessierten Teammitgliedern starten, um individuelle Probleme in einem überschaubaren Rahmen festzustellen und interne Kompetenzen aufzubauen. Ihre erfahrenen Mitarbeiter:innen der Pilotgruppe können dann als nützliche Ressource bei der Umstellung für einen reibungsloseren Ablauf sorgen. In jedem Fall sollten Sie auch Ihren IT-Partner beim Projekt involvieren.

Achtung vor diesen Fallstricken beim Versionswechsel

Es wäre nicht Windows, wenn hinter dem „Die Umstellung ist eigentlich ganz einfach“ kein „ABER“ stehen würde. Denn, wie schon erwähnt, ist Windows 11 ein unfassbar komplexes Stück Software, das auf unterschiedlichen Endgeräten laufen muss. Darum kann es gerade bei der Umstellung zu Problemen technischer Natur kommen, die es vorab zu identifizieren gilt:

  • Auch „eigentlich“ kompatible Hardware kann zu langsam sein, was dazu führt, dass es im Vergleich mit der Vorgängerversion zu Performanceverlusten kommt
  • Unter Umständen läuft alte Software nicht mehr oder nur fehlerhaft, da Windows 11 bestimmte, veraltete Softwareelemente nicht mehr unterstützt
  • Der Mensch: Gerade in der Umgewöhnung an die neue Oberfläche und teilweise geänderte Menüführung kann es kurzzeitig zu Produktivitätseinbußen kommen

All diese Probleme sind keine, die nicht zu lösen sind. Wie so oft im Leben sollten größere Veränderungen mit Bedacht und Strategie umgesetzt werden. Ihre Hardware können Sie prüfen, Ihre Softwarekompatibilität erfragen und Ihre Mitarbeiter:innen schulen und abholen. Wir bei INVENTRY sind bei der Umstellung auf Windows 11 natürlich gerne Ihr Partner, damit nichts schief geht.

Die Umstellung auf Windows 11 zusammengefasst

Wie Sie gesehen haben, ist die Umstellung zwar ein Projekt, das Sie mit Sorgfalt und der Zeit im Auge angehen sollten, jedoch keines, an dem Sie verzweifeln müssen. Gerade bei Unternehmen mit kritischen Infrastrukturkomponenten wie Branchensoftware ist unsere klare Empfehlung für die Umstellung: gehen Sie auf ein Fachunternehmen wie INVENTRY zu, um die Umstellung gemeinsam zu gestalten. Und sehen Sie es mal so: selbst wenn Sie die technischen Verbesserungen nicht interessieren sollten – Windows sieht nach 35 Jahren endlich gut aus! Wenn allein das schon kein Grund ist.